Heute wollte ich mal keine Tour nehmen, sondern auf eigene Faust losziehen. Auf dem Programm stand die weltberühmte Terrakotta Armee. So fuhr ich zuerst mit dem Stadtbus zum Bahnhof, wo schon eine lange Schlange auf den Lokalexpressbus zu den Terrakotta Soldaten wartete. Nach etwa 20 Minuten war ich dann auch dran und los ging’s. Am Ort angekommen holte ich mein Billet, organisierte mir einen Audioguide und kämpfte mich durch das Souvernirlabyrinth zum Eingang. Zuerst besuchte ich die weniger stark rekonstruierten Ausgrabungsstätten 3 und 2. Trotz der kleineren Grösse waren bei 3 die Figuren schon recht interessant und bei 2 vor allem die Dächer sichtbar, womit klar wurde, dass die Krieger nicht etwa unter freier Luft, sondern unter einem Dach aufgestellt worden waren. Einige besonders gute Stücke konnte man bei 2 betrachten. Das klare Highlight war dann aber die Ausgrabungsstätte 1, wo man grosse Teile rekonstruiert hatte und so klar wurde, wie immens die ganze Sache war. Jeder Krieger hatte eigene Gesichtsausdrücke, die Uniformen und die Haltungen waren der Zeit entsprechend, alles sehr beeindruckend. Das Museum jedoch enttäuschte. Zwar waren 2 bronzene Streitwagen zu sehen (sofern man sich zwischen die chinesischen Gruppentouristen quetschte), doch das war’s dann auch. Der Film über die Geschichte war hingegen wieder gut gemacht und schön im 360° Kino gezeigt.
Wieder zurück in Xi’an, suchte ich noch den daoistischen Tempel mit den 8 Unsterblichen. Leider verpasste ich eine Abzweigung, sodass die Suche etwas lange ging, und die Tempelwächter mich dann aus dem Tempel jagen mussten, da sie um fünf Uhr zumachten. Ein etwa stündiger Fussmarsch führte mich dann wieder zum Hostel.

