Zu Besuch beim König Muryeong

Heute Morgen fuhr ich zuerst zum Busbahnhof und von dort nach Yuseong. Von dort gab es einen Bus direkt zum Hotel. Das Hotel hatte allerdings nur Garagen für Autos und keinen wirklichen Eingang mit Reception. Ich fand dann einen Lift, drückte irgendeine Taste und landete tatsächlich am richtigen Ort um Hilfe zu erhalten. Der Herr zeigte mir dann das Zimmer und die Self-Service Apparatur. Alles ziemlich weird, aber das Zimmer ist schön und ich habe einen super Garagenplatz für mein imaginäres Auto.

Anschliessend machte ich mich auf den Weg nach Gongju. Das gestaltete sich etwas komplizierter als nötig. Ich fand zwar die richtige Bushaltestelle mit dem Direktbus, doch leider war meine Geduld etwas zu klein und so lief ich wieder zurück, just als der Bus vorbeifuhr. Die zweite Idee wäre gewesen wieder zurück nach Yuseong zu fahren, doch dieser Bus fuhr mir auch vor der Nase weg, weil drei andere Passagiere und ich fast 10 Minuten auf ein Grünlicht am Fussgängerstreifen gewartet hatten.

So ging ich wieder zurück zum anderen Busstopp, um den Bus eine Stunde später zu nehmen. Um die Zeit zu vertreiben, übte ich ein paar Freestyle Skitricks, natürlich nur mit Turnschuhen statt Skis.

In Gongju angekommen, besuchte ich zuerst das Fort, von dem die Mauer und die vier Tore, sowie einige weitere Gebäude restauriert bzw. wiederaufgebaut wurden. Die Anlage ist recht gross und es machte Spass, denn man konnte auf der Mauer von einem Tor zum nächsten spazieren.

Als nächstes gab es ein feines koreanisches Mittagessen und dann war ich bereit, dem Grab von König Muryeong einen Besuch abzustatten. Zu Beginn gab es eine allgemeine geschichtliche Einführung über die Baekje Zivilisation. Im zweiten Museum erfuhr man dann mehr über die sechs Grabstätten. Die älteren sind mit Steinen gebaut und die neueren zwei, also auch das von Muryeong mit Ziegelsteinen. Ewas was sie offenbar von den Chinesen übernommen hatten. Im Museum gab es auch eindrückliche Nachbauten, in die man reinkriechen konnte. Die eigentlichen Gräber sah man nur von aussen.

Für einen Besuch des Nationalmuseums war es mir dann etwas zu spät, ich ging stattdessen noch ein Mango-Yoghurt Smoothie und ein Haselnuss Glace geniessen, suchte verzweifelt einen Bankomaten für internationale Karten und deckte mich mit Essen und Trinken für die morgige Wanderung ein. Glücklichetweise kam dann bald der Direktbus zurück zum Hotel. Nach einer erfrischenden Dusche nach einem Tag bei 35°C gab’s dann noch eine traditionelle Fischsuppe zum Znacht.

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