Ssanggyesa – Buril Pokpo

Der heutige Tag war etwas abenteuerlicher als mir lieb war, jedenfalls weiss ich jetzt definitiv, dass man sich nicht auf die Online Fahrpläne verlassen kann. Schon der erste Bus fuhr zuerst in die falsche Richtung, nur um wieder dort vorbei zu kommen, wo ich gerade eben zugestiegen war. Dann empfahl mir die App an einem Ort umzusteigen. Dumm nur, dass der gewünschte Bus dort nicht zum angegebenen Zeitpunkt abfuhr, sonder erst etwa zwei Stunden später. Eine andere App hatte dann noch eine bessere Verbindung, die auch tatsächlich funktionierte, so dass ich doch noch vor dem Mittag beim Ssanggyesa Tempel eintraf.

Die Tempelanlage war riesengross und schmiegte sich wiederum an die Bergflanke. Auch hier hatte es eine Trommel und eine Glocke, diesmal im gleichen Gebäude untergebracht.

Besonders schön fand ich die hohe Steinpagode, die im zentralen Innenhof des Tempels zu bewundern war.

Als ich mich satt gesehen hatte, machte ich mich auf den Wanderweg zum Buril Pokpo, einem Wasserfall.

Der Weg führte mich entlang eines Baches durch den Wald. Im letzten Teil des Weges mussten allerdings einige bauliche Massnahmen für die Sicherheit der Wanderer sorgen. Am Ziel angekommen, war ich sehr beeindruckt, der Wasserfall war sehr hoch, das Wasser rauschte über drei Stufen mit ganz unterschiedlicher Charakteristik in den unten liegenden Pool.

Nach einem kleinen Picknick wanderte ich auf dem gleichen Weg wieder zurück, mit einem kleinen Umweg zu einem kleinen Tempel.

Gemäss App hätte dann um etwa 14:40 ein Bus zurück fahren sollen, so hatte ich noch etwas Zeit für ein Mittagessen. Tatsächlich kam der Bus dann allerdings erst um 15:15, was auch so beim Bushäuschen angeschrieben stand, nachdem ich alle koreanischen Schriftzeichen entziffert hatte.

Ich war dann allerdings auf der ganzen Strecke der einzige Passagier. Da wundert es mich nicht, dass dieser Bus nicht so häufig fährt. Statt auf den Anschlussbus zu warten, bin ich dann einfach von Guyre etwa eine Stunde zum Hotel hochgewandert.

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Seonsamjae – Nogodan – Hwaeomsa

Als erstes fuhr ich mit dem Bus zur Seonsamjae Service Area, dem Startpunkt meiner Wanderung. Der Bus musste einige Kurven meistern, die Strasse war gar als Scenic Road of Korea angeschrieben, entsprechend schön war auch der Ausblick.

Die Wanderung startete auf einem AHV tauglichen Waldweg. Zum Glück gab es noch ein paar Abkürzungen und so war ich recht schnell beim Nogodan Shelter. Quasi einer koreanischen SAC Hütte, die vor allem für mehrtägige Wanderungen gedacht ist. Einmal quer durch den Nationalpark dauert drei Tage. Von dort ging’s weiter zum Nogodan Pass. Und ich hatte Glück, dass heute nicht viel los war, so liess mich der Wärter sogar auf den Nogodan Peak, den man normalerweise nur mit Voranmelung besteigen darf.

Die Rundumsicht war super, einzig getrübt durch einige Wolken und Nebelschwaden, wodurch man die allerhöchsten Gipfel leider nicht sehen konnte.

Nachdem ich die Aussicht ausgiebig genossen hatte, machte ich mich an den Abstieg. Unterwegs sah ich sogar ein Wildschwein, das gemütlich am Fressen war.

Der Weg führte über einen raffiniert angelegten Steintreppenweg ordentlich steil einem lauschigen Bächlein entlang. Auch wenn es heute nicht mehr so heiss war, freute ich mich trotzdem, dass fast der ganze Weg im Schatten war.

Der Weg mündete am traumhaft gelegenen, ziemlich grossen Tempel Hwaeomsa. Die verschiedenen Hallen, Pagoden und sogar eine Tempelblocks Ausstellung, waren eine schöne Abrundung der Wanderung.

Bis zum Hotel waren es dann nochmals etwa zwanzig Minuten Fussweg.

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Von Jeju nach Jirisan

Heute war wieder einmal eine frühe Tagwacht angesagt, denn der Bus zum Flughafen braucht fast zwei Stunden. Schlussendlich hatte ich gar den früheren Bus erwischt. Mit dem Flugzeug ging’s dann zurück nach Busan.

Dort nahm ich die Light Rail zum Sabang Busbahnhof, wo es gerade Zeit zum Mittagessen war. Anschliessend brachte mich der Intercity Bus zur Hwaeomsa Station, die praktisch beim Nationalpark Jirisan liegt. Das Hotel war gerade hinter dem Busparkplatz. Alles ist recht überschaubar hier. Ab morgen sind dann zwei Tage mit Wandern und Tempelbesuch geplant.

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Jeju Olle Trail

Für heute hatte ich die Wanderschuhe ausgepackt. Mit dem Bus ging’s zuerst zum Startpunkt Daepyeong des Olle Trails Nr. 9. Die Olle Trails sind ein Netzwerk von Wanderwegen, die einmal um die Insel Jeju führen.

Zuerst ging es zum Glück im Schatten etwas mehr als 300 Meter in die Höhe zum Gunsan Gipfel. Von dort hatte man einen sehr schönen Blick auf die Küste. Das Landesinnere war ziemlich in Nebel gehüllt.

Danach ging es etwas weniger steil wieder runter. Der Weg führte an einem Bächlein vorbei, das sich eine veritable Schlucht durch die Felsen gefressen hatte, das Andeok-Tal.

Im unteren Teil des Weges kam man dann an Mandarinen Plantagen und Reisfeldern vorbei. Die Mandarinen sind in Jeju das Ding.

Neben den eigentlichen Mandarinen und Mandarinensaft, kann man auch madarinenförmige Hüte oder Täschlein kaufen.

Der Endpunkt vom Trail Nr. 9 ist am Goldsandstrand von Hwasun. Dort fängt dann der Trail Nr. 10 an, der zufälligerweise auch gerade der Swiss-Olle Friendship Trail ist.

Der Strand schien bei den Koreanern sehr beliebt zu sein, besonders die Outdoor Restaurants, bei denen die Tische im Wasser eines Bachs positioniert waren, so dass dieses Wasser die Beine und Füsse kühlte.

Für den ganzen Weg hat es mir nicht mehr gereicht, doch einige Kilometer bin ich doch dem Küstenweg rund um den Sanbangsan gefolgt. Anschliessend ging’s mit dem Bus zurück nach Seogwipo.

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Seogwipo – Munseom

Für heute stand noch die dritte der Tauchinseln, Munseom, auf dem Programm. Ich war der einzige Gast und konnte daher die zwei Tauchgänge nach meinem Tempo geniessen. Schon beim ersten Tauchgang hatten wir der Felsewand der Insel entlang einiges an Stecke gemacht, mussten allerdings recht lange gegen die Strömung tauchen.

Der zweite Tauchgang war dann mit der Strömung deutlich weniger anstrengend und wirklich phänomenal. Die riesigen Gärten von Weichkorallen in Brokkoli und anderen Formen und Farben von Violett bis Orange waren eine Pracht! Zum Schluss landeten wir vor der kleinen «Babyinsel», die bezüglich dichte des Korallenbewuchses nochmals einen Zacken drauflegte.

Nach den Tauchgängen fuhr ich mit dem Bus zurück ins Hotel, wo ich wieder einmal meine Kleider waschen musste und die nächsten Schritte der Reise plante.

Abends ging ich noch zum Olle Market, einer riesigen Markthalle, wo es Essen, Kleider, Fisch, Früchte und Souvenirs in Hülle und Fülle gabe. Mittendurch hat es sogar ein kleines Bächlein. Besonders cool war die Jeju Black Pork Kimchi Roll, die vor meinen Augen mit dem Flammenwerfer gegrillt wurde.

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Seogwipo – Seogseom

Die heutigen Tauchgänge waren um die Insel Seogseom. Neben mir und den zwei Tauchguides waren noch drei deutsche Taucher dabei. Die Tauchplätze waren ähnlich zu gestern aber doch noch etwas felsiger.

Das Highlight für mich war ein Hummer, den ich in einer kleinen Felshöhle entdeckt hatte. Zudem gab es schöne Fischschwärme und wiederum wunderschöne Softcorals.

Nach dem Tauchen ging ich mit dem Bus zurück ins Hotel. Anschliessend ging ich auf einen Spaziergang. Der erste Halt war beim Jeongbang Wasserfall. Dies ist der höchste Wasserfall in Asien, der direkt Süsswasser ins Salzwasser des Meeres sprüht. Er war sehr eindrücklich, aber leider auch ziemlich stark besucht.

Dann lief ich weiter am Sojeongbang Wasserfall vorbei, der etwas kleiner ist, aber dafür einen Pool hatte, in dem sich einige Leute abkühlten. Weiter ging’s der Küste entlang bis zu einem Park mit einem schönen Weiher und sogar einem Wasserrad.

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Seogwipo – Beomseom

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel, holten mich MJ und Kim vom Tauchcenter beim Hotel ab und brachten mich zu ihrer Tauchbasis. Zusammen mit zwei ihrer Stammgäste ging’s dann auch schon zum Hafen für die zwei Tauchgänge.

Der erste Tauchgang war nahe der Beomseom Insel. Entlang einer Wand ging es auf ca. 20-25 Meter Tiefe. Es war sehr anders als die Tauchgänge in Taiwan und Indonesien. Zum einen viel kälter, bis zu 21°C kalt, zum anderen mit viel Plankton und damit nur etwa 10 Meter Sicht, aber vor allem hatte es ausschliesslich Weichkorallen.

Dies faszinierte mich sehr, denn es hatte wirklich viele verschiedene Arten in allerlei Formen und Farben. Ausserdem sahen wir zwei riesige Quallen, im ersten Tauchgang über und im zweiten unter uns.

Am späteren Nachmittag machte ich dann noch einen Spaziergang zum Cheonjiyeon Wasserfall und zur Saeseom Insel.

Von der kleinen Insel aus hatte man einen wunderschönen Blick auf die Küste und die drei Seogwipo vorgelagerten Inseln, wo auch die Tauchgebiete sind.

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Reise nach Jeju-do

Heute war ein reiner Reisetag. Im Hotel gab es zuerst ein gratis Frühstück. Dann lief ich zum Busbahnhof. Das Ticket hatte ich schon gekauft. Im nur spärlich besetzten Bus ging’s dann direkt zum Flughafen. Dort musste ich noch in den Domestic Teil rüberlaufen. Immer wieder begeistert mich das Essen hier in Korea. Selbst im Massenabfertigungsflughafenrestaurant war es extrem lecker.
Am Nachmittag war dann der knapp einstündige Flug zur Ferieninsel Jeju, natürlich mit der Jeju Air, die mich stark an EasyJet erinnerte.


Dort angekommen, stieg ich fast in den falschen Bus, doch der Busfahrer machte dann energisch klar, dass ich bei ihm am falschen Ort gelandet bin. Nachdem ich im Google Maps noch nach anderen Variante gesucht hatte, fand ich dann den 600er Bus, der auch gerade noch die letzten Passagiere einsteigen liess. Auf dem letzten Sitzplatz ging’s dann anderthalb Stunden quer durch die Insel zum Hotel. Gleich nebenan gab’s dann noch ein leckeres Znacht.

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Bulguksa

Da es immer noch sehr heiss ist, habe ich mir die Idee, zum Bulguksa Tempel zu radeln aus dem Kopf geschlagen und stattdessen den 10er Bus genommen. Da ich relativ früh dort war, hatte es noch nicht so viele Leute.

Die Tempelanlage ist sehr alt, gross und eindrücklich. Kein Wunder also, dass es zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.

Vor allem in den 1970 Jahren fanden umfangreiche Restaurationsarbeiten statt, wie man im angegliederten Museum erfahren konnte.


Als nächstes stieg ich in den 12er Bus, der mich zur Seokguram Grotte brachte. In dieser mit mächtigen Steinen befestigten und erweiterten Grotte steht ein riesiger steinerner Buddah. Zudem sind weitere Figuren in den Fels gemeisselt. Der Weg zur Grotte war ein gemütlicher, zehnminütiger Spaziergang im Wald.


Nach einem feinen koreanischen Mittagessen nahm ich wiederum den Bus bis zum Nationalmuseum, denn einen Saal hatte ich noch nicht besucht. Allerdings kein Wunder, denn der ist gerade wegen Renovation geschlossen.


So entschied ich mich für eine Wanderung im Namsan Wald, wo diverse der in den Museen ausgestellten Fundstücke herstammen und wo es auch noch das eine oder andere zu entdecken gab.
Nach der etwa zweistündigen Wanderung war ich komplett verschwitzt, doch kam zum Glück bald der Bus, der mich zurück in die Stadt brachte.

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Gyeongju

Heute morgen habe ich alle meine Sachen gepackt und machte mich auf den Weg zum Busbahnhof von Busan. Dort nahm ich den direktbus nach Gyeongju, deponierte meinen Koffer im Hotel und begann mit der Erkundung dieses Ortes.


Das erste Highlight waren die künstlichen Hügel, Grabstätten der Silla Könige. Im sehr anschaulichen Museum sah man dann wie diese aus Holz und Steinen gebaut und dann mit verschiedenem Lehm zugedeckt wurden. In eines der Gräber konnte man sogar hinein.


Ein weiteres interessantes Bauwerk ist das Observatorium, das wohl für astronomische Beobachtungen verwendet wurde.

Nach dem Wolji Pond und seinen drei restaurierten Gebäuden, bestaunte ich im Nationalmuseum die vielen Ausstellungsstücke zur Silla Kultur.

Gyeongju war lange Zeit das Zentum Koreas und die gefundenen und ausgegrabenen Gegenstände imposant.


Zu guter letzt machte ich mich auf den Rückweg, an diversen Ausgrabungen und antiken Häusern vorbei zur genialen Woljeonggyo Brücke und der etwas einfacheren, aber nicht weniger interessanten Alternative mit Steinblöcken im Fluss. Durchs Touristenviertel ging’s zurück zum Hotel. Zum Znacht gab es dann noch ein leckeres Solsot.

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