Der Tag startete heute mit Packen und Auschecken. Dann fuhr ich mit der U-Bahn zum Bahnhof und stellte den Koffer in ein Schliessfach. Nun war ich frei, um noch ein paar Dinge in Taipei anzuschauen.

So fuhr ich zuerst zum Da’an Forest Park, wo auch die Moschee gleich um die Ecke ist. Allerdings fand ich beides nicht so sehenswert.
Da Samstag ist, hatte der Blumenmarkt offen, der ganz raffiniert unter der Autobahnbrücke eingerichtet wurde. Das war wie ein riesen Gartencenter mit allerlei Grünzeug: vom Kaktus zur Orchidee, von der Zimmerpflanze zum Seerosenteich und vom Bonsei bis zum Bambusbüschel war so ziemlich alles im Angebot.

Gerade anschliessend dazu war der Jademarkt, in dem allerlei Halbedelsteine in allen Formen und Farben sowie diverse Holzschnitzereien feilgeboten wurden. Ich lief dann noch etwas weiter und nahm dann die U-Bahn zum Bahnhof.
Dort holte ich den Rucksack-Koffer, kaufte etwas essbares und ging durch die Billetschleuse zum Perron. Eine liebe Taiwanerin erklärte mir im Detail, wie die Züge in Taiwan funktionieren, doch das hätte ich wohl auch selbst herausgefunden.
Die etwa zweistündige Zugreise nach Hualien war sehr angenehm und der Zug recht modern. Dort angekommen, lief ich zum Hotel und konnte mir das Zimmer quasi auswählen. Anschliessend klärte ich ab, was man in Hualien so machen kann. Leider ist die Hauptattraktion, die Taroko Schlucht wegen dem Erdbeben vom Frühling aktuell geschlossen. Aber es gibt noch andere Dinge.

Zu guter letzt ging ich noch quer durch die Stadt zum Railway Culture Park, wo es eine alte Lokomotive und ein paar alte Baracken zu bestaunen gab. Dann war es Zeit fürs Znacht und der Dongdamen Night Market gleich nebenan, so dass ich mich ausgiebig verköstigen konnte.

Auf dem Heimweg faszinierte mich dann noch die taiwanesische Müllabfuhr. Diese war mir schon in Taipei aufgefallen, denn die fahren abends gegen Ladenschluss durch die Strassen und spielen ein eingängiges Liedchen ab. Und dann kommen alle aus ihren Shops und drücken den Müllmännern die Abfallsäcke in die Hand. So bleibt die Allmend sauber und trotz Hitze stinkts nicht zum Himmel.
Zurück im Hotel erhielt ich dann noch die Nachricht, dass das Armband für mein Tauchcomputer geflickt ist. Die Leute im Tauchshop waren so lieb mir einen ihrer Geräte auszuleihen. Trotzdem schade, dass es wegen einem Tag nicht gereicht hat.