Kurz nach Acht Uhr machte ich mich auf den Weg ein Teil der Stadt zu erkunden. Mein erstes Ziel war die Dihua Street, eine Einkaufsstrasse im altertümlichen Stil. Obwohl zu dieser Zeit erst wenige Läden geöffnet waren, erblickte ich doch einige Kuriositäten, wo man nicht so recht wusste, ob das jetzt eine Wurzel, eine Pflanze oder gar ein Tier ist, was da feilgeboten wurde.

Danach ging ich weiter in den Westen von Taipei, dort lief ich an allerlei Tempeln und Toren vorbei und schaute mir auch die Versammlungshalle Zhongshan an.

Ganz in der Nähe davon ist auch das ziemlich quirlige Ximending Quartier, das etwas an Tokyos Harajuku erinnerte. Etwas ausserhalb davon gab es noch einige ältere Bauten, einige wurden auch erst in den letzten Jahren wieder restauriert.

Ein wirkliches Highlight war der Longshan Tempel. Dieser war deutlich grösser als die anderen Tempel und vor allem freistehend. Die anderen Tempel sind in moderne Bauten eingequetscht, dieser hingegen hat etwas mehr Platz und eine schützende Mauer rundherum.

Nach einem Lunch in einem herzigen kleinen Restaurant, fuhr ich mit der U-Bahn zur Chian Kai-shek Memorial Hall. Einer ziemlich imposanten Überbauung, zu der auch das Nationaltheater und die nationale Konzerthalle gehören. Mit etwas Glück sah ich sogar noch die letzten Schritte der Wachtablösung.


Dann führte mich mein Spaziergang weiter am East Gate, dem Taipei Guesthouse und dem Präsidentenpalast vorbei zum 2-28 Friedensgedenkpark.

Dann musste ich noch eine wichtige Sache erledigen. Das Armband meines Tauchcompters hatte sich nämlich so ziemlich aufgelöst und so machte ich mich auf zum erstbesten Tauchshop, in der Hoffnung, dass die Ersatz haben. Schon im ersten Shop hatte ich eine mega liebe Verkäuferin, die das Band sofort beim Vertieb bestellte und mir hoffentlich morgen die Uhr mitsamt neuem Armband zurückgeben kann.
Dann ging ich zurück zum Hotel, denn das ist ganz in der Nähe vom Diveshop. Kaum war ich dort, ist dann auch mein Koffer wohlbehalten eingetroffen.
Anschliessend ging ich wieder auf Wanderschaft durch die Quartiere von Taipei. Unter anderem schaute ich mir das Kulturzentrum Huashan 1914 an, wo mich vor allem ein Laden mit allerlei Holzfiguren und -Spielsachen begeisterte. Die Atmosphäre erinnerte mich ein wenig an Berlin.

Da es noch nicht so spät war, lieh ich mir noch ein YouBike aus und fuhr damit zum Botanischen Garten. Einige Wege waren zwar schon geschlossen, für einen kleinen Rundgang reichte es aber allemal.

Beim Ausgang lief ich per Zufall an ein marokkanisches Restaurant und genoss ein feines orientalisches Nachtessen inklusive Minzentee. Die Gastgeberin, die fliessend Mandarin, Englisch, Französisch und sich auch Arabisch sprach, erzählte stolz, dass sie die erste Marokkanerin in Taiwan war. Danach nahm ich die MRT zurück zum Hotel.