Beim Sultan zu Gast

Nach dem Morgenessen machte ich mich auf den Weg zum Sultanspalast Kraton. Die Ausstellung war nicht weltbewegend, doch zumindest ein Saal war ganz prunkvoll und die grossen überdachten Verandas sahen pompös aus. Um 10 Uhr gab es dann ein zweiständiges Gamelan Konzert, das mich natürlich besonders faszinierte, auch wenn die musikalische Qualität nicht über alle Zweifel erhaben war, war es doch ein genuss das vorwiegend aus Schlaginstrumenten bestehende Orchester zu hören.

Das nächste Museum, das ich besuchen wollte, hatte leider zu, dafür konnte ich sehen, wie sie die Schattenpuppen machen, für die Yogja berkannt ist. Anschliessend ging ich zum Wasserschloss, das mehr oder weniger als Swimmingpool der Sultansfamilie diente. Die ganze Anlage war nicht sehr beeindruckend und ein nerviger, ungebetener Führer wollte mich im Eilzugtempo durch die Anlage schleusen. Anschliessend sass ich auf einem Bänklein und wurde dort von einem Einheimischen angesprochen, der sich als einer der Gamelanspieler entpuppte. Er empfahl mir, mit der Veloritschka zu einem der Silberwerkstätten zu gehen, was ich dann auch machte. Es war noch eindrücklich, mit welcher Fingerfertigkeit die filigranen Broschen hergestellt wurden. Die Ausstellung war dann aber nicht so der Hammer. Vielmehr genoss ich dann den Rückweg zu Fuss, wo ich durch allerlei Wohnquartiere spazierte und von allen Seiten mit einem Hallo oder einem kleinen Schwatz eingedeckt wurde. Diese Begegnungen kompensieren die nervigen Touristen-Übervorteiler, auf die man halt sonst immer wieder trifft. Leider hatte der grosse Markt schon grösstenteils zu, daher ging ich mehr oder weniger direkt zum Hotel zurück.

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