Für heute stand etwas Besonderes auf dem Programm. Chung hat mir verraten, dass das Brötchenfest auf der Insel Cheung Chau stattfindet. So traffen wir uns um 10 Uhr 15 am Central und fuhren mit der gut gefüllten Fähre nach Cheung Chau. Dort waren wir natürlich nicht die einzigen. Wir liefen durch das Dörfchen, probierten die leckeren Brötchen, und schauten uns die Tempel an. Gleichzeitig konnten wir die Cliquen beobachten, die sich für das Fest bereit machten. Der Umzug begann dann um 2 Uhr Nachmittags. Leider waren wir etwas schlecht positioniert, so dass wir nicht den besten Blick auf den Umzug hatten, doch es war okay. Im Fasnachtsjargon gesprochen, gab es etwa 20 Cliquen, die nacheinander den Cortège durchliefen. Einige hatten grosse Fahnen, einige fürchtige Löwen. Andere präsentierten kleine Kinder auf hohen Aufbauten, und dann gab es noch diverse Gruppen, die musikalisch tätig waren. Einige nur mit Trommeln, Gongs und Becken, andere mit den traditionellen chinesischen Instrumenten und zum Schluss war da auch noch eine Marching Band, die allerlei Hal Leonard Arrangements von Popnummern zum Besten gab.
Nach dem Umzug gingen wir dann wieder zurück in die Stadt, wo wir in Central einige alte Gebäude und Wege anschauten. Dann ging’s weiter zu einem sehr lokalen Restaurant, wo wir wunderbare Seafoodspezialitäten genossen. Um Mitternacht guckte ich mir im Fernsehen dann noch die Liveübertragung vom Hauptwettbewerb am Brötchenfestival an. Da ging’s drum, auf einen hohen Turm aus (Plastik-)Brötchen zu klettern und beim Runtergehen möglichst viele zu pflücken. Das sah ganz lustig aus.


