Mit den Daoisten auf dem Berg

Mein heutiger Ausflug führte mich zu einem heiligen Berg für die Daoisten, zum Qi Yun Shan. Nach dem Einkaufen von etwas Proviant und Wasser, bestieg ich den Bus Nr. 9 zum Busbahnhof. Dort postete ich ein Billet inkl. Eintritt und bestieg den Bus. Allerdings fuhr der Busfahrer promt am Ort vorbei. Zum Glück war ich nicht der einzige, der dorthin wollte, und so ging es nicht lange, bis ein kleines Wortgefecht mit dem Fahrer ausgetragen wurde, worauf dieser wieder umdrehte und uns rauslies. Ein steiler Steinstufenweg durch den Wald, vorbei an kleinen Pavillions, die sich bestens zum Ausruhen eigneten führte auf den Berg. Dort wurde dann das Ticket entwertet und schon war man in der Anlage der Daoisten. Diverse Felsvorsprünge und Höhlen waren mit eingeritzen chinesischen Zeichen und mit daoistischen Figuren ausgefüllt. Ein Spaziergang um den Berg herum führte über einige Spitzen und vorbei an weiteren Tempelbauten.

Die Landschaft war sehr schön und die ganze Anlage für chinesische Verhältnisse wohltuend ruhig. Nicht zuletzt die Tatsache, dass vor allem individuelle (chinesische) Touristen hierher kamen, machte das ganze sehr angenehm. Natürlich war ich auch hier nicht von Paparazzis verschont, doch mittlerweile habe ich mich an meine Popularität als Fotomotiv gewöhnt und mache brav das Peacezeichen. Es ist auch irgendwie toll, wie viele Chinesen, auch wenn sie nur ein paar Brocken Englisch können, auf einen zugehen, ein Wesenszug, der uns verschlossenen Schweizern sicher auch gut tun würde. Zurück ging’s dann mit dem lokalen Bus. In Tunxi angekommen, kaufte ich mir noch ein Glacé und die Pfannkuchen bzw. Pfannfrühlingsrollen, die hier überall angeboten wurden. Sie schmecken sehr gut. Der heutige Tag hat zum Glück mein YingYang wieder ins Gleichgewicht gebracht.

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