Huang Shan

Heute piepste meine chinesische Armbanduhr bereits um 5:00, denn ich wollte genügend früh im Touristenmagnet Huang Shan ankommen. So setzte ich mich in den Minibus und fuhr etwa eine Stunde durch Teeplantagegebiete und eine hübsche Landschaft zu diesem offenbar schönsten Berg Chinas. Und die chinesischen Massen warteten auch schon. Mit dem Doppelmayer Gondeli fuhr ich dann nach fast einer Stunde Anstehen hoch. Die Landschaft war tatsächlich bezaubernd, interessant ausgewaschene Felsen, die mit wunderschönen Tannen bewachsen waren. Die Fernsicht war leider nicht super, so dass das Fotografieren eine ziemliche Herausforderung darstellte.

Die grösse Herausforderung war jedoch, den chinesichen Reisegruppen aus dem Wege zu gehen, die mit Mikrophon, Lautsprecher und Fähnchen alle möglich Idylle von Vornherein verunmöglichten. Leider ist Höflichkeit und Rücksichtnahme ein Fremdwort für Chinesen (trotz all den Schildern, die sie darum baten), so dass der Besuch des landschaftlich sehr schönen Bergs für mich die Schattenseiten des chinesischen Massentourismus aufzeigte. Nichts desto trotz, genoss ich den Tag mit dem Wandern durch die excellent gebauten Wege, die schönen Waldstücke und die schroffen Felsen.

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