Meditation und Yoga

Heute sollten wir noch etwas nachholen, das eigentlich zum Programm vom ersten Teil unserer Reise gehört hätte, dann aber wegen der Flugverspätung aus Lhasa nicht stattfinden konnte: Die Meditations- und Yogastunde. Das ganze fand in einem Raum statt, der eine Mischung zwischen Turnhalle, Tempel und Wohnzimmer darstellte. Mit einigen Atemübungen im Yogasitz begann die ganze Geschichte. Nach ein paar fast unmöglichen Verrenkungsübungen, gab es dann eine Schüttelübung, die wohl von den nepalesischen Tanzkünsten abgeleitet ist. Der orientalische Bauchtanz stand wohl Pate bei der Erfindung dieser Tanzart. Als nächstes ging’s dann so richtig zur Sache. Wir sollte eine 44-stufige Yogaübung durchmachen: immer eine Übung mit Einatmen und eine mit Ausatmen. Das überforderte zumindest mich dann aber doch ziemlich stark, denn kaum hatte man begriffen, was zu tun war, war entweder der Atem fertig, oder die Lehrerin bereits bei der nächsten Übung. Beim zweiten Durchgang ging’s dann aber schon etwas besser. Nach einer Reihe Bodenübungen, die den «fünf Tibetern» alle Ehre machen, sollte zum Schluss wieder Ruhe einkehren und wir lagen auf dem Boden zur Meditation. Ich bin mir nicht so recht sicher, aber ich glaube, dass ich dabei eingeschlafen bin. Mit einigen kräftigen Oooommmms beschlossen wir dann die etwa zweistündige Sitzung. Auch wenn die Yogaübungen meistens über meinen koordinativen Fähigkeiten lagen und ich mir ziemlich dumm dabei vorkam, war das ganze doch ein Erlebnis, über das ich froh bin, dass ich es nicht verpasst habe.

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