Tempel, Wasser, Velos, Millionäre und ein laotisches Fondue

Heute starteten wir den Tag mit der Besichtigung der Altstadt von Luang Prabang, die mit unglaublich vielen Tempeln ausgestattet ist. Der laotische Stil der Tempel hebt sich doch etwas vom Thailändischen ab, es hat z.B. mehr Wandmalereien und Wandreliefs an die Aussenwänden. Auch ist die Naga Schlange allgegenwärtig. Leider war das Nationalmuseum geschlossen, das im alten Königspalast gewesen wäre. Nach dem Rundgang assen wir eine Crêpe, ein Beispiel der vielen französichen Einflüsse in Laos (viele Laoten sprechen auch bestens französisch). Danach mieteten wir Velos und fuhren über einen Pass ca. 15 km zu einem Wasserfall, den man aber erst nach einer kurzen Bootsfahrt erreichte. Leider hatte es nicht übertrieben viel Wasser, so dass der Wasserfall nicht so spektakulär war, die Gegend war aber sehr schön und wir wanderten etwa eine Stunde im Waldumher, bis wir den Ausgang wieder gefunden hatten. Zurück in Luang Prabang packten wir unsere frisch gewaschene Wäsche ein und organisierten die Weiterreise Richtung Nong Khiao. Mit zur Organisation gehörte natürlich auch die Bargeldbeschaffung und da das Kip, die Währung von Laos noch weniger Wert ist als früher die Lira, sind wir jetzt Millionäre. Zum Nachtessen gab es dann noch ein laotisches «Fondue», auf einem Holzkohlegrill wurde Gemüse in Bouillon gekocht und Fleisch auf dem heissen Eisen gegrillt. Da die Tochter unseres Guesthouse Besitzers ein Restaurant hatte, das genau das als Spezialität anbietet, fuhr er uns und den Schweizerdeutsch sprechenden Sohn zu diesem Restaurant, wo es absolut echtes «sindat» zu erhalten, unter kundiger Anleitung, versteht sich – ein sehr gelungener Abend.

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