Berg und Talmarsch

Heute sind wir zu unserem zweitägigen Trekking aufgebrochen. Pünktlich um 8:30 hat uns unser Englisch sprechender Führer, dessen Namen wir schon wieder vergessen haben, abgeholt und uns überzeugt, noch eine kleine, aber wichtige Änderung im Programm vorzunehmen. Nach eine gut 1 1/2 Stündigen Autofahrt trafen wir auf unsere lokalen Guides und Träger, und los ging’s. Schon der erste Aufstieg war schweisstreibend, da an der prallen Sonne. Dann gings im Wald auf und ab über teilweise ziemlich rutschige Wege. Zum Glück haben uns unsere Guides gleich zu Beginn massive Wanderstecken aus Bambus hergestellt. Der Weg mussten sie manchmal auch mit dem Buschmesser freimachen. Die anstregenden Aufstiege wurden jedoch immer mit tollen Aussichten auf die bewaldeten Hügel belohnt. Das Mittagessen war ebenfalls reichhaltig und umfasste Blätter, geräucherten Fisch, Reis, scharfe Wurst, Currypaste, Chilischoten, essbare Blüten und vieles mehr. Abends, nach einer ca. 6 stündigen Wanderung, landeten wir in einem abgelegenen Lahu Dorf. Dort waren wir im Esszimmer einer Familie einquartiert. Zuerst aber gab es ein reichhaltiges Nachtessen im dunklen, aber gemütlichen Raum. Der Schamane war auch zugegen und spielte uns auf seiner Maultrommel und seinem speziellen Bambusinstrument die örtlichen Liedchen vor. Dann war es Zeit, um unter dem Moskitonetz zu verschwinden und zu schlafen, bis uns die vielzähligen Hähne pünklich um 5 Uhr morgens aus dem Schlafe rissen.

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