Schon um 5 Uhr früh klingelte heute der Wecker, denn ich hatte mich für die DMZ Tour in die demilitarisierte Zone eingeschrieben.

Angesichts der steigenden Spannungen zwischen Nord- und Südkorea, die beide in ihrer Verfassung den jeweils anderen Staat explizit als Erzfeind aufführen und sich bis heute formell im Kriegszustand befinden, wurde das Angebot an Führungen stark reduziert. Beispielsweise dürfen nur die ersten 25 Tourbusse pro Tag in die DMZ. Dank früher Tagwacht und effizienter Reiseleitung waren wir Bus Nummer 16.

Der erste Stopp war beim Imjingak Park, wo einige Monumente und Memorablien zum Koreakrieg zu besichtigen waren, zudem sah man in die DMZ.

Anschliessend fuhren wir zum Observatorium, wo man mit Ferngläser rüber nach Nordkorea gucken konnte und dank einem der Fernrohre gar die Soldaten beim Patrouillieren beobachten konnte.

Dann galt es ernst, wir fuhren zur DMZ. Dort besuchten wir eines der Tunnel, das die Nordkoreaner in den 70er Jahren unter der Grenze durchbohrten, um einen Überraschungsangriff auf den Feind zu ermöglichen. Dank dem Tipp eines Überläufers, der über den Tunnelbau Bescheid wusste, flog der Plan der Nordkoreaner auf.

Als nächstes gab es Mittagessen im Unification Village, das komplett in der DMZ liegt und in dem immer noch etwa 200 Personen leben.

Als Abschluss machten wir dann noch einen Abstecher zum Majang See, wo eine Hängebrücke und ein Uferweg zu einem kurzen Spaziergang einluden. Zudem führte uns die Reiseleiterin Julie in die angesagtesten koreanischen Fotoposen ein.
